Erfahre wie wichtig das passende Wasser für deinen Kaffee und deine Maschine ist.

Aktualisiert: 22. Nov. 2021



Wasser ist nicht nur unser Lebenselixier, sondern auch die Basis deines Espressos und somit entscheidend für den Geschmack.

Die Thematik rund um das passende Wasser wird von vielen Kaffeeliebhabern noch immer unterschätzt. Allerdings zu Unrecht, da das Wasser einer der größten Einflussfaktoren für dein genussvolles Kaffeeerlebnis darstellt.

Ein Espresso besteht aus ca. 90% Wasser. Somit hat das Wasser einen großen und entscheidenden Einfluss auf den Geschmack deines Espresso und auf die Langlebigkeit deiner Maschine. Mit nicht passendem Wasser schädigst du nicht nur deiner Maschine, sondern beschränkst auch dein persönliches Geschmackserlebnis stark ein.


Die Problematik beim Wasser ist, dass dein Espresso je nachdem ob das Wasser zu weich oder zu hart ist, entsprechend zu sauer oder zu bitter schmeckt.


Zu hartes Wasser:

Espresso schmeckt fad, da das Wasser aufgrund der hohen Härte die Aromen des Kaffees neutralisiert. Ist das Wasser zu hart, können zu wenige Stoffe des Kaffees aufgenommen werden, was zu einem faden Geschmack führt.


Zu weiches Wasser:

Espresso schmeckt säuerlich und bitter, da zu viele Stoffe aufgenommen werden. Bei weichem Wasser werden zu viele Inhaltsstoffe des Kaffees gelöst und aufgenommen, dies führt zu einem sehr unangenehmen säuerlichen Geschmack.



Barista Tipp: Die optimale Wasserhärte liegt bei ca. 4-7 Grad deutscher Wasserhärte.



PH Wert:

Neben der Wasserhärte spielt der PH-Wert ebenfalls eine wichtige Rolle. Wir empfehlen einen neutralen PH Wert von 7.



Möglichkeiten zur Wasseraufbereitung zu Hause:

Grundsätzlich gibt es drei Möglichkeiten, um deine Maschine mit dem geeigneten Wasser zu befüllen und damit die Basis für deinen perfektem Kaffeegenuss zu kreiieren.


Tischwasserfilter:

Der Tischwasserfilter z. B. von BWT oder Brita bietet eine flexible, kostengünstige und sehr einfache Lösung, um dein Wasser zu enthärten.

Hinweis: Vergesse nicht zum einen den Filter beim Einsetzen einer neuen Kartusche zu aktivieren und neben dem regelmäßigen Wechseln der Kartusche deinen Filter regelmäßig zu reinigen.

Achtung: Teilweise übersäuern die Filter das Wasser, was dazu führen kann, dass gewisse Bauteile deiner Maschine angegriffen werden.


Mineralwasser kaufen:

Eine ebenfalls beliebte Lösung ist Mineralwasser in Flaschen. Hierbei hast du den Vorteil, dass du die Mineralstoffangaben und PH-Wert direkt ablesen kannst und unter unzähligen Mineralwässern, das für dich passende Wasser finden kannst.

Allerdings musst du relativ viel schleppen, einen höheren Preis in Kauf nehmen und es besteht zudem die Gefahr, dass das Wasser möglicherweise Bestandteile von Mikroplastik enthält.


Barista Tipp: Wir schneiden (mixen) das Volvic Mineralwasser mit Black Forest Mineralwasser


Festwasseranschluss:

Die komfortabelste Lösung ist deine Maschine an das Festwasser anzuschließen. Hierbei solltest du allerdings beachten, dass dies nur bei Maschinen mit Rotationspumpe möglich ist. Achte beim Kauf deiner Maschine darauf, dass diese über einen Festwasseranschluss verfügt.

Ein weiterer Vorteil vom Festwasseranschluss sind die Kosten, welche jährlich entstehen. Rechnet man die Kosten pro Kartusche auf das Jahr herunter, fallen diese nur sehr gering aus.

Achte beim Kauf deiner Kartusche z.B. von BWT, dass diese deinem ungefähr jährlichen Wasserverbrauch an gefiltertem Wasser entspricht.

Hinweis: Bei einigen Maschinen musst du nach Anschluss an das Festwasser den Pumpendruck deiner Maschine neu einstellen.



Wasser Experiment:

Damit du ein Gefühl für das richtige Wasser bekommst und erkennst das Wasser nicht gleich Wasser ist, empfehlen wir dir bewusst einmal zwei verschiedene Mineralwasser (still) zu kaufen.

- Ein Mineralwasser mit sehr vielen Mineralien und einer hohen Härte (wie z.B. Ensinger)

- Ein Mineralwasser mit sehr wenigen Mineralien und einer geringen Härte (wie z.B. Black Forest)


Du wirst bereits nach deinem ersten Schluck den Unterschied im Geschmack feststellen. Das Wasser mit höherer Härte wird viel intensiver und teilweise mineralischer schmecken, wie das Wasser mit geringer Härte.


Des Weiteren kannst du auch bewusst jeweils einen Kaffee mit hartem und mit sehr weichem Wasser zu bereiten, damit du den Unterschied erkennst. Du wirst neben dem geschmacklichen Unterschied auch einen Unterschied in der Textur der Crema feststellen.


Barista Tipp: Das Glas Wasser solltest du übrigens vor und nicht nach deinem Espresso trinken. Das Glas Wasser vor dem Espresso dient dazu den Geschmack in deinem Mund zu neutralisieren, sodass du die einzigartigen Geschmacksaromen deines Espresso in voller Vielfalt und unverfälscht erleben kannst.

Wir empfehlen dir ein stilles Wasser zum Espresso, da die Kohlensäure im Wasser die sensorische Wahrnehmung beeinflusst und den Espresso somit hart und sauer wirken lässt. Insbesondere bei Kaffees mit einem höheren Säureanteil, solltest du auf ein Wasser mit Kohlensäure verzichten, da sonst die Säuren im Kaffee noch stärker betont werden.


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